Pfarrkirche Freinberg

erbaut 1786 - Altarbild vom Maler Bergler aus Prag

 

Die Pfarre Freinberg ist, verglichen mit den übrigen Pfarren in unserer Gegend, eine junge Pfarre. Das pfarrliche und geistige Leben unserer Gegend wird geprägt vom jeweiligen Passauer Bischof. Soweit bisher bekannt ist, wird der Name Freinberg in einer Urkunde von Papst Alexander II. im Jahr 1410 erstmals erwähnt. In dieser Urkunde wird klar gestellt, dass das Gebiet von Freinberg im Besitz des Bischofs von Passau liegt. Auch als Pfarre wird Freinberg von Passau versorgt. Die Pfarre St. Severin in Passau - Innstadt ist bis 1786 unsere Stammpfarre. Alle bisherigen Geburten, Eheschließungen und Todesfälle werden im Pfarramt Innstadt beurkundet, alle Beerdigungen erfolgen in der Innstadt.

Nachdem 1779 nach dem Frieden von Teschen das Innviertel  zu Österreich kommt und das Bistum Linz von Passau abgetrennt wird, erklärt man Freinberg zur selbständigen Pfarre. Im Jahre 1784 wird die Gründung festgelegt. Freinberg wird durch bischöfliches Dekret aus Linz ein eigener Pfarrer namens Staudinger zugeteilt. Dieser Pfarrherr tritt in Freinberg seine Stelle aber nie an. Daraufhin wird 1786 Pfarrer Johann Michael Pillmann, ein Exzisterzienser aus dem Kloster Baumgartenberg zum Pfarrer bestellt. Pfarrer Pillmann ist sehr umsichtig und beginnt mit dem Bau eines Pfarrhofes. Auch für die im Jahre 1784 abgebrannte hölzerne Filialkirche muss eine neue Kirche erbaut werden. Beim Bau der Kirche  hat Pfarrer Pillmann erhebliche Schwierigkeiten, er beklagt die mangelnde Spendenfreudigkeit der Freinberger Pfarrbevölkerung.

Tabernakel
Tabernakel

 

Altar
Altar

 

Ölberg
Ölberg

Ein neuer Friedhof wird vom Dechant aus Kopfing geweiht und auch als solcher genützt. In den Berichten wird davon gesprochen, dass diese Weihe das letzte Band mit der Pfarre Innstadt - St. Severin zerrissen hat. Ab diesem Zeitpunkt finden die Beerdigungen in Freinberg statt. Ab  dem Jahre 1786 werden alle Taufen, Hochzeiten und Sterbefälle in den Matriken unserer Pfarre beurkundet. Diese Originalbücher liegen im Pfarramt noch auf, werden aber in nächster Zeit in digitaler Form aufgenommen um die wertvollen Originale zu schonen.

Folgende Priester wirkten in unserer Pfarre:


1786 – 1826 Johann Michael Pillmann
1826 – 4 Monate Heinzl R
1826 – 1834 Haasreiter Laurenz
1834 – 8 Monate Hofer Karl Friedrich
1834 – 1855 Schönbrunner Josef
1855 – 1856 Schilcher Leonhard
1856 – 1871 Huber Johann  Michael
1871 – 1872 Mandl Johann
1872 – 1877 Haas Sebastian
1877 – 1887 Witzany Anton
1887 – 1887 Dr. Hartl Alois
1887 – 1895 Fesel Johann
1895 – 1896 Weber Nicolaus
1896 – 1901 Daxner Josef
1901 – 4 Monate Arocker Johann
1901 – 1906 Stöger Christian
1906 – 6 Monate Kreuzbauer Johann
1906 – 1 Monat Höckner Anton
1900 – 1909 Jell Josef
1909 – 1923 Schatzl Johann
1923 – 1924 Novak Franz
1924 – 1952 Hermentin Franz
1952 – 1969 Hölzl Alois
1969 – 1980 Reichenauer Franz
1980 – 1989 Wanka Karl
1989 – 1997 Mietla Josef
1997 – 2001 Dr. Haunschmidt Albert
2001 – 2005 Idiong Raimond
2005 – lfd. Dr. Dabrowski Gregor

Soweit feststellbar, ist Dr. Gregor Dabrowski der  29. Pfarrer unserer Pfarrgemeinde.

Im Dezember 2007 wurde Dr. Gregor Dabrowski von Bischof Ludwig Schwarz zum geistlichen Rat ernannt.

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